Wortwiederholungen vermeiden - Photo by Jan Kahánek on Unsplash

Wortwiederholungen vermeiden

Wortwiederholungen lassen deinen Text unbeholfen wirken. Deshalb solltest du vermeiden, ein und dasselbe Wort zu häufig und zu nah beieinander zu verwenden.

Zugegeben, bei einer Masterarbeit in einem MINT-Fach ist das manchmal gar nicht so einfach. Denn für bestimmte Fachbegriffe gibt es häufig keine oder nur wenige Synonyme.

Im Fach Bauingenieurwesen beispielsweise kommt der Begriff Asphalt häufig vor. Aber womit könntest du Asphalt ersetzen? Manchmal wird das Wort im Alltag als Synonym für Straße gebraucht. Straße kannst du aber in deiner Masterarbeit nicht verwenden, denn es geht ja explizit um den eigentlichen Belag an ihrer Oberfläche: den Asphalt.

Tatsächlich gibt es dafür nur zwei Synonyme: Teer und Straßenbelag. Wobei beide nicht gleichbedeutend mit Asphalt sind. Ersteres ist sogar falsch [Wikipedia: Anders als Asphalt, entsteht das Bindemittel Teer durch Pyrolyse von Holz oder Kohle], aber das zweite – den Straßenbelag – könntest du je nach Kontext als Alternative zum Asphalt verwenden.

Synonyme

Ein anderes Beispiel aus einer Bachelorarbeit in Betriebswirtschaftslehre: Es geht um Experimente, bei denen Probanden durch unterbewusste (unterschwellige) Werbung beeinflusst werden sollen. Jedes dieser Experimente wird „betrachtet”. Das liest sich dann so: „Im ersten Kapitel werden die Möglichkeiten unterbewusster Werbung betrachtet. Im darauf folgenden Kapitel werden die Einschränkungen unterschwelliger Werbung betrachtet…“ Und so weiter. Ziemlich eintönig, oder?

Dazu kommt, dass „betrachten“ ein eher passives Beobachten ist. Mit deiner Bachelorarbeit nimmst du jedoch aktiv am Wissenschaftsgeschehen teil. Und das solltest du durch starke Verben zeigen: Beleuchtet, ausgeleuchtet, untersucht, analysiert, aufgezeigt sind hier gute Alternativen und machen deinen Text professioneller und besser lesbar.

Wortwiederholungen identifizierst du leicht mit den Bordmitteln deiner Textverarbeitung. Oder du spürst sie mit einem Gratis-Tool wie der Textanalyse auf. Nach Synonymen kannst du gezielt im Woxion suchen.

Doppelungen

Ein Sonderfall von Wiederholungen sind Doppelungen, die wir in unserer Alltagssprache verwenden. Meistens geschieht das unbewusst und gerade deshalb sind sie so tückisch. Hier ein paar Beispiele dafür, warum Doppelungen überflüssig sind:

ich persönlich = ich (*)
dazuergänzen = ergänzen
Einzelindividuen = Individuen
mit einbeziehen = einbeziehen
verbliebene Restmenge = Restmenge
Zukunftsprognosen = Prognosen

Achte auf Doppelungen in deiner schriftlichen Arbeit und streiche sie, wo immer du sie findest.

(*) Warum du mit dem „ich“ in einer wissenschaftlichen Arbeit vorsichtig sein solltest, erkläre ich dir hier.

Wenn du ein Lektorat für deine Bachelor- oder Masterarbeit suchst, schau dir mein Angebot an.

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