Erotische Literatur und Verlagsvertrag: Welche Chancen hat dein Manuskript?

Erotische Literatur wird in unterschiedlichen Formen verfasst. Als Roman, Geschichte, Gedicht, als Hörbuch oder Hörspiel.

Doch welches Genre hat gute Chancen auf eine Verlagsveröffentlichung und bei welchem sind die Aussichten eher gering?

Seit 54 Jahren: Auf Augenhöhe mit Hochliteratur

Im Jahr 1967 läutete die amerikanische Publizistin Susan Sontag einen Richtungswechsel in der Betrachtung erotischer Texte ein. Ihr Essay The Pornographic Imagination hatte zur Folge, dass erotische Literatur – bis dahin in der Schmuddelecke angesiedelt – als fester Bestandteil der sogenannten Hochliteratur akzeptiert wurde und damit zunehmend in den Fokus des Literaturbetriebs geriet.

Seitdem wird unter erotischer Literatur Prosa verstanden, die darauf zielt, beim Leser sexuelle Erregung auszulösen. Im Unterschied zur Pornografie ist erotische Literatur demnach mit „künstlerischem Sachverstand“ geschrieben und erfüllt „ästhetische Kriterien“, die auch für alle anderen Formen erzählender Dichtung gelten.

Trotz dieser Definition ist die „Literatur-Tauglichkeit“ erotischer Texte nicht unumstritten. Einer der Gründe mag darin liegen, dass es einige gute, aber auch nicht wenige schlechte Beispiele auf den Markt geschafft haben. Die Tatsache, dass es auch gute und weniger gute Liebes-, Kriminal- oder historische Romane gibt, erfährt eine vergleichsweise gefühlt wohlwollende Bewertung. Sei’s drum. Auch erotische Literatur ist nicht nur, aber auch eine Frage des persönlichen Geschmacks. Wenn alle Romane allen Lesern gefallen würden, bräuchte es keine Literaturkritik mehr.

Dieser Beitrag richtet sich an Leser, die erotische Texte verfassen und sich die Frage stellen, welche literarische Form gute oder weniger gute Chancen auf eine Veröffentlichung im Verlag hat. Selfpublisher, die mit ihrer Arbeit Verlagsqualität anstreben, sind ebenfalls angesprochen.

Ist erotische Literatur pikant?

Manche Erotik-Autoren beschreiben ihr Manuskript mit dem Adjektiv „pikant“. Wenn du einen Verlag kontaktierst, solltest du diesen Begriff vermeiden. Er ist schon seit einiger Zeit aus der Mode gekommen. Und er ist subjektiv. Wo für die einen pikant erreicht ist, geht es für andere gerade erst los.

Zudem hat pikant verschiedene Nuancen. Auch eine Skandalbiografie kann pikant sein – und dennoch das Thema, um das es hier geht, nur streifen. Spätestens, wenn du einen Verlag kontaktierst, solltest du dein Manuskript als das zu bezeichnen, was es ist: Erotik.

Wie du deine Texte im Genre Erotik positionierst? Auch das erfährst du in diesem Beitrag.


Erotische Geschichten

Die meisten Erotik-Autoren wählen als Startpunkt ihrer ersten Schreibversuche eine Geschichte. Die Gründe dafür sind naheliegend:

  • Eine Story ist überschaubar
  • Anfang und Ende liegen nicht allzu weit auseinander
  • Figuren bleiben auch über mehrere Seiten hinweg noch gut „beherrschbar“
  • Eine Geschichte ist in relativ kurzer Zeit geschrieben

Der Nachteil bei einer Geschichte ist: Je kürzer die Story, umso mehr muss jedes einzelne Wort sitzen. Goethe soll einmal gesagt haben: „Ich schreibe dir einen langen Brief, weil ich für einen kurzen keine Zeit habe.“

Übertragen auf unsere Geschichte: Je kürzer sie ist, umso geringer wird die Toleranz bei Fehlern. Ein falsches Wort, ein überflüssiges Wort (ganz schlecht), Wortwiederholungen und andere Schreibsünden springen sofort ins Auge. Das Gegenrezept lautet, besonders sorgfältig und akribisch zu arbeiten. Mit anderen Worten: Eine kurze Geschichte kostet Zeit, weil die Arbeit an Details noch stärker in den Fokus rückt.

Machen wir einen Sprung zum Idealzustand. Die erste Geschichte ist gut geworden. So gut, dass kein Wort mehr hinzugefügt werden muss und keins mehr gestrichen werden kann. Wenn sie dir drei Wochen später immer noch gefällt, beginnst du die nächste. Und so weiter, bis mehrere Geschichten entstanden sind. Wenn du am Ball bleibst, stellt sich früher oder später die Frage, was du mit deinen Storys anfangen könntest.

Eine Geschichtensammlung daraus machen

Am naheliegendsten ist es, einzelne Geschichten zu einer Sammlung zusammenzufassen. Doch wie umfangreich sollte eine solche Zusammenstellung sein? Vielschreiber und -leser entwickeln ein Gefühl dafür, wie ein Mix aus unterschiedlich langen Storys funktioniert. Wenn du am Anfang stehst, hilft dir eine Faustregel: Wenn deine Geschichten, sagen wir, durchschnittlich acht Seiten lang sind, sollten es nicht fünf oder sechs, sondern acht bis zehn Geschichten sein, die du anbieten kannst.

Eine Geschichtensammlung ist das, was Verlagen am häufigsten angeboten wird. Deshalb solltest du frühzeitig Überlegungen dazu anstellen, was deine Sammlung besonders macht. Versetz dich dazu in die Lage eines Verlagslektors. Gefühlt jedes zweite Manuskript, das durch seine Hände wandert, trägt einen Untertitel à la „erotische Geschichten“. Wenn aber schon jedes zweite Manuskript so heißt, wie dein eigenes, leidet deine Sichtbarkeit schon beim ersten Verlagskontakt. Verbessern kannst du Sichtbarkeit, indem du herausfindest, was deine Geschichten verbindet und sie von anderen unterscheidet.

Deine Sammlung von anderen abheben: 5 Tipps

Auch Erotik-Verlage arbeiten zielgruppenorientiert. Schau dir die Websites der Verlage (Link am Ende des Beitrags) an und du bekommst ein Gefühl dafür, wo die Schwerpunkte liegen. Was könnte das verbindende Element oder die Klammer sein, die deine Geschichten zusammenhält und zu einem Schwerpunkt passt?

Finde …

  • Ein passendes Thema
    Beispiele: Erotische Verführung, Gay-Geschichten, Romance, BDSM, usw.

Finde oder erfinde

  • Eine Figur über alle Geschichten hinweg
    Beispiel: Erotische Erlebnisse eines Zahnspangenverkäufers
  • Ein Milieu
    Erotische Geschichten aus dem Dentallabor
  • Eine geografische Zuordnung
    Camping Dentale: Erotische Erlebnisse am Comer See
  • Eine zeitliche Zuordnung
    Von wegen zahnlos: Meine wilden 90er Jahre

Ich denke, es wird klar, worum es geht. Trotz zahnlastiger Beispiele. 🦷😉

Mit der Klammer allein überspringst du zwar keine Verlagshürde, setzt dich jedoch von Mitbewerbern ab, die dem Verlag die Denkarbeit überlassen. Mit deiner Einordnung gibst du einem Verlag zu verstehen, dass du professionell an dein Produkt herangehst. Verlegen ist nichts anderes, als eine Spekulation auf Inhalte. Vom Verlag vorfinanziert, mit dem Ziel des bestmöglichen Verkaufs. Die Blick-Distanz auf das eigene Manuskript beweist, dass du den Markt nicht nur durch die Autorenbrille betrachtest.

Chancen auf Veröffentlichung: ☆★★★★


Erotischer Roman

Noch mehr als Geschichten sind Romane bei Verlagen gefragt. Mancher Anfänger fragt sich, ob er die damit verbundenen Erwartungen überhaupt erfüllen kann. Das Wort Roman kann in diesem Zusammenhang abschreckend wirken, denn wir alle haben in der Schule gelernt, dass ein Roman etwas Großes ist. Er ist Kunst, nur für Genies erreichbar und damit auch Ehrfurcht einflößend.

Vielleicht kann dich das beruhigen: Bei Erotik-Verlagen gilt als Roman, was ungefähr 80 Normseiten erreicht. Genauer gesagt, sollte man also von einem Kurzroman sprechen. Die andere Seite der Medaille: Kurzroman ist nicht im Sinne von „geht fix“ gemeint, denn auf 80 Seiten lässt sich eine ganze Menge Stoff unterbringen. Dennoch fühlen sich 80 Seiten vor der Brust deutlich leichter als 300 an, oder?

Sollte dein Manuskript doppelt so umfangreich sein, wie ein Kurzroman: umso besser. Gute Storys sind begehrt. Ab einem gewissen Umfang wird sich womöglich die Frage stellen, ob und wie sinnvoll es sein könnte, aus einem Manuskript zwei oder noch mehr Bände zu machen.

Bei einem gut verkauften Roman steht irgendwann auch die Frage nach einem Folgeband im Raum. Am Anfang noch Zukunftsmusik, sind solche Verlags-Überlegungen ein perfektes Doping fürs Autoren-Ego.

Eine Geschichte zum Roman weiterentwickeln

Was kannst du tun, wenn du eine gute Geschichte hast, die aber noch keinen Roman ergibt? Die erste und einfachste Möglichkeit besteht darin, eine vorhandene Geschichte auszubauen. Dazu kannst du

  • Beschreibungen von Ort, Figuren und Schauplätzen erweitern
  • Dem Ganzen mehr Zeit lassen, sich zu entwickeln
  • Bilder und Metaphern finden
  • Vorhandene Dialoge erweitern
  • Zusätzliche Dialoge einfügen
  • Dialoge gezielt nutzen, um Figuren zu charakterisieren und Handlung voranzutreiben

Die zweite Möglichkeit: Erfinde eine oder mehrere Zwischenhandlungen, die in die vorhandene Story passen. Mittlerweile sollten die Figuren ein Eigenleben in deiner Phantasie entwickelt haben. Stell dir die folgenden Fragen:

  • Was könnte deinen Figuren noch widerfahren?
  • Welches Heil oder Unheil scheinen sie magisch anzuziehen?
  • Wie könntest du ihnen das Leben schwer machen?

Wenn Antworten nur zäh und einsilbig kommen, bittest du die Figuren zu einem imaginären Interview. Ziel ist es, das Ende deiner Geschichte nach hinten zu verschieben und daraus resultierende Ereignislücken am Anfang und in der Mitte zu füllen.

Mach es den Figuren ruhig ein bisschen schwer. Lass sie nicht zu schnell an ihr Ziel kommen und leg ihnen den ein oder anderen Stein in den Weg. Über Niederlage, Zwischenhöhepunkt, erneuter Niederlage und letztem Höhepunkt schließt sich der Kreis zum Schluss fast von allein. Und dein Ziel, ein Kurzroman, steht kurz vor seiner Vollendung.

Plot-Beratung

Angenommen, du stehst an einem Punkt, wo du eine Einschätzung brauchst. Ideen für den Handlungsverlauf. Feedback von einem professionellen Testleser. Kurz und knapp. Aber so, dass es dich weiterbringt. Interessiert? Hol dir meine Expertise! Mein Kurzgutachten ist schnell, fundiert und liefert Input genau dann, wenn du ihn brauchst. Lass dich überraschen, ein Kurzgutachten ist deutlich günstiger, als die meisten Autoren vermuten.

Chancen auf Veröffentlichung: ★★★★★


Erotisches Hörbuch

Im Unterschied zum Hörspiel wird beim Hörbuch ein Prosatext gelesen. Die Rolle des Einsprechers übernehmen dabei professionelle Stimmkünstler, wie beispielsweise Schauspieler, Sänger oder Radiomoderatoren. Bei literarischen Texten liest manchmal auch der Autor sein eigenes Buch vor. Häufig ist das der Fall, wenn ein Promi-Status oder eine bekannte Stimme involviert ist.

Basis für ein Hörbuch ist eine zuvor geschriebene Geschichte. Die Erstveröffentlichung dieser Geschichte erfolgt normalerweise über eine Print- und/oder Digitalausgabe. Das Hörbuch als Trägermedium nimmt in dieser Betrachtung also eine Sonderstellung ein.

Einen Hörbuch-Verlag finden …

Wenn der Verkauf von Print- oder Digitalausgabe erfolgreich war, wird man mit seinem Verlag über eine Hörbuchproduktion reden können. Voraussetzung dafür ist, dass der Verlag überhaupt im Hörbuchmarkt aktiv ist. Ist er das nicht oder aus anderen Gründen nicht dazu in der Lage, kann man sich nach anderen Verlagen umsehen, die Hörbücher im Programm haben. Ein guter Verkaufserfolg vorheriger Leseausgaben ist ein schlagendes Argument für die anstehenden Verhandlungen.

… oder Text auf eigene Kosten einsprechen lassen

Die Alternative wäre, Texte auf eigene Kosten einsprechen lassen. Professionelle Sprecher mit dem passenden Equipment sind schon für kleines Geld zu finden. Ob man damit allerdings offene Türen bei Verlagen einrennt, steht auf einem anderen Blatt. Ein Verlag, der alle Formate publiziert, ist naturgemäß daran interessiert, am Erfolg von Hardcopy, Ebook und Hörbuch gleichermaßen zu partizipieren. Die Printausgabe hier, das Hörbuch dort, wäre zumindest ungewöhnlich. Ganz unmöglich ist es jedoch nicht.

Chancen auf Veröffentlichung: ☆☆★★★


Erotisches Hörspiel

Hörspiele hatten ihre Blütezeit in den 1950er und 1960er Jahren. Fernseher waren noch kaum verbreitet, viele Kriegsheimkehrer waren erblindet. Für letztere waren Hörspiele die einzige Möglichkeit, an zeitgenössischer Literatur – und der Bedarf war riesig – teilzuhaben. Noch heute ist der Hörspielpreis der Kriegsblinden eine der wichtigsten Auszeichnungen in diesem Genre.

Hörspiele erfreuen sich einer relativ kleinen, aber treuen Zuhörerschaft. Zu den größten Abnehmern zählen die öffentlich-rechtlichen Sender. Wer Hörspiele schreibt, wendet sich für eine Veröffentlichung am besten an diese.

Die zweite Möglichkeit besteht darin, einen Theaterverlag zu kontaktieren. Leider ist die Bezeichnung suboptimal und ein wenig irreführend. Ein Theaterverlag arbeitet nicht wie ein herkömmlicher Verlag. Er produziert weder Bücher noch Hörspiele, noch vertreibt er Produkte an Buchhandlungen oder Internet-Shops. Ein Theaterverlag vermittelt Manuskripte und ist damit schlicht eine Agentur.

Theaterverlage vermitteln Hörspiel-Manuskripte

Primärer Geschäftszweck der Agenturen ist die Vermittlung von Texten zur Theater-Aufführung sowie bei Hörspielmanuskripten – und um die geht es hier – die Vermittlung zur Vertonung. Über vorhandene und neue Manuskripte informieren die Websites der Theaterverlage.

Ob offensives Marketing dafür betrieben wird, entzieht sich meiner Kenntnis. Subjektiv habe ich den Eindruck, dass das Angebot einem Wartezimmer für Mauerblümchen gleicht. Eine Tür, an die selten jemand klopft. Das ist schade. Besonders deshalb, weil gerade Autoren wissen, dass Mauerblümchen die überraschendsten Geheimnisse bergen können.

Abrechnung, Honorar und Hörbeispiele

Zurück zum Thema: Erst dann, wenn ein Abnehmer (ÖR-Sender oder andere Tonproduzenten) zugegriffen hat, wird eine Lizenzgebühr für die Aufführungsrechte fällig. Die Agentur kassiert, erteilt und überwacht die Einhaltung der Rechte. Wenn alles unter Dach und Fach ist, wird ein Anteil der Gebühr als Honorar an den Hörspiel-Autor überwiesen.

Hörspiele eignen sich perfekt, um Dialoge zu üben. Wer sich auf diesem Markt ausprobieren möchte: Die ARD liefert Beispiele dafür, wie weit es mit der Erotik in ihren Hörspielen geht. „Erotische Hörspiele mit Sex-Appeal – das ganze Spektrum von Lust und Schmerz, von der leidenschaftlichen Liebe bis zur Pornosucht.“ Hineinhören kann man hier: Nur für Erwachsene: Erotik und Leidenschaft.

Chancen auf Veröffentlichung: ☆☆☆☆★


Erotische Gedichte

Epik, Dramatik und Lyrik. Die poetische Schwester der drei Gattungen hat es beim Publikum traditionell nicht leicht. Pauschal könnte man sagen: Jeder mag Gedichte, aber ob er welche kauft, steht auf einem anderen Blatt. Unter Hundert Romanlesern findet sich vielleicht eine Handvoll Gedichte-Liebhaber.

Gefühlt nur dann, wenn ein Preis verliehen wurde oder ein bereits bekannter Autor Gedichte veröffentlicht, gibt es einen Ausreißer nach oben. Es sind Ausnahmen, die mit dem baldigen Abflachen der Verkaufskurve wieder zum Normalzustand zurückfinden. Gedichte fristen ein schattiges, stilles Dasein und blühen nur selten in ihrer Nische auf. Erotische Gedichte teilen dieses Schicksal doppelt. Als Teilmenge aller Gedichte ist ihre Sichtbarkeit zusätzlich eingeschränkt.

Was für erotische Literatur im Allgemeinen gilt, trifft auf erotische Gedichte noch einmal verstärkt zu: die Abgrenzung zur Pornografie. Es darf bezweifelt werden, dass Leser sich erotische Action in Versform wünschen. Selbst, wenn es so wäre: Das Beschreiben dieser Art von Action wäre eine permanente Gratwanderung – mit steilem Gefälle hin zur unfreiwilligen Komik.

Erotik und Liebe

Auf der anderen Seite: Erotische Lyrik kann gelingen. Wer Beispiele dazu sucht, wird auf Deutsche Liebeslyrik fündig: Erotische Gedichte von der Barockzeit bis zur Gegenwart.

Der Begriff Liebeslyrik im Namen der Website deutet es an: Wie im realen Leben, liegen auch im Gedicht die Themen Erotik und Liebe nahe beieinander. Autoren rate ich daher, weniger stark auf das Thema Erotik und stattdessen mehr auf die Liebe als verbindendes Element zu setzen.

Liebesgedichte arbeiten mit Andeutungen und Metaphern. Auf diese Weise erzeugen sie ein Bild im Kopf des Lesers. So kann aus einem individuellen Entwurf etwas Allgemeingültiges entstehen, das Leser – und damit Buchkäufer – auch außerhalb des eigenen Umfelds berührt.

Erotische Literatur: Geeignete Lyrik-Verlage finden

Wenn du erotische Gedichte oder, besser gesagt, Gedichte mit erotischer Anmutung veröffentlichen möchtest, solltest du nach belletristischen Verlagen Ausschau halten. Grundsätzlich kommen dabei alle infrage, die auch Gedichte herausbringen.

Achte jedoch darauf, welche Themen im Detail bedient werden. Ein Verlag für Bücher-als-Geschenk, der ausschließlich Humor, Gedichte für Jahreszeiten oder familiäre Anlässe anbietet, wird mit einem erotischen Manuskript nichts anfangen können. Ebenso wenig wie ein Verlag, der zwar klassische erotische Gedichte herausbringt, jedoch keine Ambitionen auf zeitgenössische Lyrik hat. Mit einer Vorrecherche ersparst du dir vergebliche Manuskript-Einsendungen und möglicherweise frustrierende Absagen.

Chancen auf Veröffentlichung: ☆☆☆★★


Nische und Mainstream: Chancen auf beiden Seiten

Wer experimentieren möchte, hat alle Freiheiten und sollte das schreiben, was ihm Freude macht. Je nach gewählter Form ist mit mehr oder auch weniger Interesse von Verlagsseite zu rechnen.

Fokussierten Autoren bietet die Nische durchaus Chancen. Wem es darum geht, in kürzerer Zeit eine größere Leserschaft zu erreichen, sollte seinen Schwerpunkt auf Roman oder Geschichten liegen.

Der erste Schritt: Ein Vorab-Lektorat

Du hast ein erotisches Manuskript und Partner, Freunde und Kollegen scheiden als Testleser aus? Ich lese deinen Text als konstruktiver Berufsleser. Ein Vorab-Lektorat zeigt dir, ob und welche Ecken und Kanten es noch gibt. Welche Zielgruppen, welcher Verlag, was sind die nächsten Schritte zur Veröffentlichung? Das alles erfährst du schnell, fundiert und vertraulich. Günstig und per Express. Hier kannst du mich erreichen.

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