Bachelorarbeit: Tipps und Techniken, Fehler vermeiden

Bachelorarbeit Fehler vermeiden Bildmotiv Augusto Ordonez, Pixabay
Bildmotiv Augusto Ordonez, Pixabay

Egal, welches Thema du wählst oder welches Fach du studierst: Mit diesen Tipps gehst du strukturiert an deine Bachelorarbeit und vermeidest typische Anfängerfehler.

Du schreibst nicht für dich selbst
Schon während du dir ein Thema für deine Thesis überlegst, solltest du dir im Klaren darüber sein, dass du deine Bachelorarbeit nicht für dich selbst schreibst. Der Grund dafür ist, dass du als Autor eine andere Perspektive als deine eigene einnehmen musst. Du schreibst deine Arbeit für deinen Betreuer. Denke wie er und gib ihm, was er haben möchte.

Lesen und Schreiben überlagern sich
Die Zweiteilung in eine erste Phase für das Lesen und einer anschließenden Phase für die Schreibarbeit ist kontraproduktiv. Die beiden Prozesse sollten sich überlagern, weil Lesen und Schreiben ineinander übergehen. Wenn du zu spät mit dem Schreiben beginnst, hast du einiges vom zuvor Gelesenen bereits wieder vergessen und musst dir die Lektüre erneut vornehmen. Das kostet wertvolle Zeit. Geschickter ist es, wenn du dir schon im Frühstadium des Lesens darüber Notizen machst, welcher Abschnitt oder welche Textstelle später möglicherweise interessant sein könnten. Erstelle eine Gliederung und sortiere deine jeweilige Literatur an den passenden Stellen bereits grob vor. In diesem Stadium ist ein erster Überblick vollkommen ausreichend, du musst nicht alles komplett auf einmal lesen.

Setz dir Meilensteine
Erstelle dir einen Plan. Gehe strukturiert vor und versuche vor allem am Anfang, sehr prozessorientiert arbeiten. Du planst 60 Seiten, hast 60 Tage Zeit und planst eine Seite pro Tag? Das wird nicht funktionieren, denn am Anfang wirst du relativ langsam voran kommen, weil du vieles nachlesen und einiges noch einmal nach- und neuschreiben wirst. Dieser Prozess geht zum Ende hin immer schneller, weil dein Wissen gleichzeitig angewachsen ist und du dir schon während des Lesens Notizen darüber gemacht hast, welche Stellen unter Umständen für die Inhalte deiner Gliederung geeignet sind. Frustration gehört zu diesem Prozess: Wenn du beispielsweise merkst, dass du einen ganzen Tag lang gelesen hast, nur leider genau die Literatur, die du nun überhaupt nicht gebrauchen kannst, ist deine Arbeit damit nicht umsonst gewesen. Die Erkenntnis auch dessen, was nicht für deine Thesis geeignet ist, ist essentiell für deinen Arbeitsprozess. Du reflektierst dein Thema damit ganzheitlich. Also nochmal: Denke in Prozessen, setze Meilensteine.

Sprich mit dem Dozenten
Sprich mit deinem betreuenden Dozenten. Je mehr Kontakt du zu ihm hast, umso besser wird später dein Output sein. Stelle sinnvolle Fragen, die Antworten werden dich weiterbringen.

Der rote Faden
Der rote Faden deiner Arbeit ist die logische Argumentation. Deine Eingangs- oder Forschungsfrage ist die Frage, auf die du im Verlauf deiner Arbeit eine Antwort gibst. Alles, was nach deiner Eingangsfrage kommt, sollte im Kern zur Beantwortung derselben führen. Beachte die Reihenfolge: Zuerst kommt das Allgemeine, danach folgt das Spezielle. Überprüfe vor dem Schreiben deine Argumentationsstruktur (pro Absatz, Kapitel oder Gliederungspunkt): Sind die ausgewählten Punkte in sich logisch? Wenn ja, kannst du deine Ausführungen anhand dieser Struktur einfach runterschreiben.

Die Form ist so wichtig wie der Inhalt
Auch, wenn es mühsam ist: Achte auf Formalien. Prüfern fällt sofort auf, wenn die Form deiner Arbeit nicht den Anforderungen entspricht. Im Gegensatz zur Schule gibt es dafür keine Teilbewertung mehr, sondern sofortigen Punktabzug. Wenn du mehr zu dem Thema wissen möchtest, kannst du hier weiterlesen.

Du brauchst einen Lektor
Im Lauf einer Arbeit wird man blind für seine eigenen Fehler. Lass einen guten Freund oder eine gute Freundin darüberschauen, so oft und so genau, wie möglich. Achte auf scheinbare Nebensächlichkeiten wie Bild- und Tabellenunterschriften oder dein Literaturverzeichnis. Oder investiere in ein professionelles Lektorat. Deine Bachelorarbeit ist die Eintrittskarte für dein Masterstudium oder in deinen ersten Beruf und somit eine Auszeichnung, die dich über viele Jahre begleiten wird.

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